Licht an im Hubertusbad?

Erinnern Sie sich noch an unser Planschen vor dem Hubertusbad?

Erinnern Sie sich noch an unser Planschen vor dem Hubertusbad?

Schon zu meiner Zeit als Wahlkreisabgeordnete rund um die Frankfurter Allee habe ich mich sehr für den Erhalt und das Sanieren des Hubertusbades eingesetzt. Inzwischen hat der Liegenschaftsfonds ein Konzeptverfahren initiiert, dem sich bis Ende März ein Teilnahmewettbewerb angeschlossen hat. Die dort eingereichten Konzepte werden zurzeit ausgewertet und nach ihrer Machbarkeit beurteilt: In dem sogenannten Dialogverfahren, müssen die Bewerber ihre Konzepte peu à peu verfeinern. Dieses Verfahren soll im November 2015 abgeschlossen sein. Die verbleibenden Bewerber werden dann aufgefordert, ein förmliches Angebot abzugeben. Wer den Zuschlag erhält, soll im September 2016 entschieden werden.

Konzeptverfahren für das Hubertusbad läuft

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Noch bis zum 27.02.15 können sich Interessenten am Konzeptverfahren Liegenschaftsfonds für das Lichtenberger Hubertusbad beteiligen. Alle weiteren Infos hier: http://www.liegenschaftsfonds.de/presse/pressemitteilung/post/detail/berlin-15-januar-2015-konzepte-fuer-hubertusbad-gesucht/

Zum Tag des offenen Denkmals war das Licht an im Hubertusbad

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Am 13. und 14. September 2014 öffneten anlässlich des Tages des offenen Denkmals Mitglieder des Fördervereins Stadtbad Lichtenberg die Türen des Lichtenberger Hubertusbades.

Auch ich bin Mitglied des Vereins und war am Sonntag selbst mit vor Ort. So konnte ich mich davon überzeugen, welche große Anziehungskraft das seit 1991 geschlossene Bad immer noch auf die Menschen hat.

Bei Vorträgen und Führungen informierte der Verein die Besucherinnen und Besucher über die abwechslungsreiche Geschichte des Bades, den aktuellen baulichen Zustand und zukünftige Planungen. Der Andrang war so groß, dass weitere Termine im September und Oktober angeboten werden sollen.

 

Bericht von der Hubertusbad-Konferenz

Am 27. März hatten der Förderverein Stadtbad Lichtenberg e.V. und der Liegenschaftsfonds zur Stadtbadkonferenz geladen. Schwerpunkt der Veranstaltung war die Berichterstattung des Liegenschaftsfonds über das denkmalpflegerische Gutachten zum Hubertusbad, das in seinem Auftrag angefertigt wurde. Dazu war auch der Gutachter selbst vor Ort, der einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse gab.

Zuallererst wurde festgestellt, dass der bauliche Zustand des Hubertusbades stabil ist. Mit der vorhandenen Substanz lässt sich also arbeiten, eine Sanierung ist möglich. Lediglich Teile der Fassade sind einsturzgefährdet, insbesondere im Innenhof.

Betrieb als Bad ist unwahrscheinlich

Doch neben dieser guten Nachricht gab es auch eine schlechte: Der Gutachter hält es aus denkmalpflegerischer Sicht für sehr unwahrscheinlich, das Haus nochmal als Bad zu nutzen. Das sorgte in der Runde für Erstaunen: Aus Gründen des Denkmalschutzes soll die ursprüngliche Nutzung des Hubertusbades nicht mehr möglich sein? Dabei ist es doch gerade die Aufgabe des Denkmalschutzes, einen möglichst ursprünglichen Zustand zu erhalten. Der Gutachter führte hier vor allem zwei Gründe an: Erstens ist die vorhandene Gebäudetechnik komplett verrottet. Alle Leitungen, Elektrizität und restliche Technik müssten ausgebaut und ersetzt werden, wenn man sie wieder nutzen möchte. Was bei Stromleitungen noch relativ gebäudeschonend möglich ist, wird bei Klimatechnik und Wasserversorgung zu einem Problem. Dieses verschärft sich noch, wenn man in das Hubertusbad eine Gebäudetechnik einbauen will, wie sie zum Betrieb eines modernen Bades nötig ist.

Hier kommen wir zum zweiten Problem: mittlerweile haben sich die technischen Standards, die für einen Bäderbetrieb gefordert sind, weiterentwickelt. Es ist baulich schwierig, die Anforderungen an einen technisch modernen Bäderbetrieb mit der Bausubstanz aus den 20er Jahren zu vereinbaren.

Beide Gründe zusammengenommen lassen es schwierig erscheinen, im Hubertusbad wieder einen Bäderbetrieb zu ermöglichen. Nicht zuletzt schwebt über allem ja auch die betriebswirtschaftliche Rechnung eines potentiellen Investors. Selbst wenn es möglich ist, im Gebäude eine moderne Anlagentechnik mit der vorhandenen Bausubstanz zu vereinen, so werden es die Belange des Denkmalschutzes sicher nicht billiger machen.

Vermarktung ab September

Mit dem denkmalpflegerischen Gutachten ist laut Aussage des Liegenschaftsfonds nun eine sehr gute Voraussetzung für die Vermarktung des Hubertusbades gegeben. Im September wird man auf die ersten Immobilienmessen gehen und das Objekt dort anpreisen. In einem zweistufigen Verfahren werden dann die eingereichten Konzepte evaluiert. Erst bewertet der Liegenschaftsfonds die anhand des Exposés eingereichten Konzepte und dann werden die geeigneten Interessenten aufgefordert, diese an dem Ergebnis des denkmalpflegerischen Gutachtens auszurichten.

Im Ergebnis der Konferenz haben alle Teilnehmer nochmal betont, dass ihnen die Sicherung und Sanierung des Gebäudes an erster Stelle steht. Erst danach kommt als zweite Priorität der Betrieb als Bad.

Öffentliches Baden vor dem geschlossen Hubertusbad

68 Bürger beteiligten sich am 15. August 2012 an einer ungewöhnlichen Aktion der Initiative “Licht an im Hubertusbad”. Sie kamen mit Kinderbadewannen und Schüsseln, in Badeanzügen und -mänteln, mit Badekappen und Taucherbrillen. Birgit Monteiro, Sprecherin der Initiative: “Wir sind keine Träumer, sondern Realisten und weisen mit dieser Aktion auf den schlechten baulichen Zustand des Hubertusbades hin.” Tatsächlich hatten im Jahr 2010 noch hunderte Freunde des Bades an einer Führung teilgenommen, bei der es keinerlei Beschränkungen gab. Das Gebäude war zum damaligen Zeitpunkt in allen Etagen und Winkeln begehbar. Im Jahr 2011 Weiterlesen

Noch immer kein Licht im Hubertusbad! Deshalb: Öffentlich baden vor dem geschlossenen Bad!

2.385 Menschen haben im letzten Jahr für die Sanierung und Wiederbelebung des Lichtenberger Hubertusbades unterschrieben. Zum Tag des Offenen Denkmals im September 2011 organisierte die Initiative “Licht an im Hubertusbad” Führungen durchs Bad, mehrere hundert Menschen nahmen dieses Angebot an. Das Interesse war so riesig, dass es an diesem Tag nicht alle Besucher ins Bad schafften. Auch in diesem Jahr gingen und gehen bei mir unzählige Besichtigungs- und Unterstützungsanfragen ein. Allerdings verwehrt der Liegenschaftsfonds den Zugang zum Bad. Das Hubertusbad verfällt weiter. Wir sehen nicht tatenlos zu und protestieren:

Mittwoch, 15. August 2012, 17 Uhr, vor dem Hubertusbad in Lichtenberg, Hubertusstraße 47-49: Öffentlich baden vor dem geschlossenen Bad!

Mit Plastebadewannen, Schwimmreifen, Badekappen, Seifenblasen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Seien Sie bitte mit dabei und fordern mit uns: Licht an im Hubertusbad!

Birgit Monteiro, Sprecherin der Initiativgruppe “Licht an im Hubertusbad”

Sprecher der Initiative “Licht an im Hubertusbad” gewählt

Am 18. November 2011 trafen sich Vertreter der Bürgerinitiative “Licht an im Hubertusbad” im Nachbarschaftshaus ORANGERIE des Kiezspinne FAS e.V. Von der Gründung eines Vereins wurde vorerst Abstand genommen, die Arbeit der Initiative soll sich weiterhin vor allem nach außen und nicht nach innen richten. Folgende Aufgaben stehen in den nächsten Monaten im Vordergrund:

  • Kontaktaufnahme zum in den Medien benannten Investor
  • Vorbereitung einer 2. Hubertusbad-Konferenz unter Teilnahme des Investors, Vertretern von Bauamt, Denkmalschutzbehörde und Liegenschaftsfonds
  • Information der Bürgerinnen und Bürger

Zu SprecherInnen der Initiative wurden gewählt: Frank Tessmann, Michael Metze, Sebastian Schlüsselburg und Birgit Monteiro.

Das Hubertusbad lebt!

 

Der Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011 bewies einmal mehr: Das Hubertusbad lebt! Mindestens in den Herzen sehr vieler Menschen. Alle Führungen waren ausgebucht. Ein ehrenamtliches Team war von 8-18 Uhr im Einsatz und zeigte: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wann bekennt sich der Bezirk Lichtenberg zum Bad und macht dessen Sanierung endlich zur Gemeinschaftsaufgabe?

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Licht an im Hubertusbad!

Wann passiert endlich etwas mit dem Hubertusbad? Das fragten mich immer wieder Lichtenberger Bürgerinnen und Bürger.

Das “Stadtbad Lichtenberg”, so der offizielle Name des Bades, wurde 1928 eröffnet und musste 1991 wegen baulicher Mängel und fehlender Finanzen geschlossen werden. Seitdem dümpelt es trostlos vor sich hin, verschiedene Initiativen und auch der Förderverein Hupe e.V. kämpften für eine Sanierung, bislang erfolglos.

Am 21. Juli 2010 lud ich im Rahmen meines Stadtteiltages Lichtenbergerinnen und Lichtenberger zu einer Führung durch das Gebäude ein. Trotz der deutlichen Spuren des Verfalls konnte sich kaum einer der Teilnehmer der immer noch zu erahnenden Schönheit des Hubertusbades entziehen. Und wir vereinbarten, einen weiteren Anlauf zur Rettung dieser fast vergessenen Lichtenberger Schönheit zu unternehmen.

In der Folge werteten wir die Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Frankfurter Allee Nord aus, führten zahlreiche Gespräche und am 19. März 2011 war es so weit, im Nachbarschaftshaus Orangerie des Kiezspinne FAS konstituierte sich eine Gruppe von Engagierten, die sich unter dem Namen “Licht an im Hubertusbad! Initiative für die Sanierung und Belebung des Stadtbades Lichtenberg” an die Öffentlichkeit wendet und um Unterstützung wirbt. Die Erstunterzeichner sind: Weiterlesen