Öffentliches Baden vor dem geschlossen Hubertusbad

68 Bürger beteiligten sich am 15. August 2012 an einer ungewöhnlichen Aktion der Initiative “Licht an im Hubertusbad”. Sie kamen mit Kinderbadewannen und Schüsseln, in Badeanzügen und -mänteln, mit Badekappen und Taucherbrillen. Birgit Monteiro, Sprecherin der Initiative: “Wir sind keine Träumer, sondern Realisten und weisen mit dieser Aktion auf den schlechten baulichen Zustand des Hubertusbades hin.” Tatsächlich hatten im Jahr 2010 noch hunderte Freunde des Bades an einer Führung teilgenommen, bei der es keinerlei Beschränkungen gab. Das Gebäude war zum damaligen Zeitpunkt in allen Etagen und Winkeln begehbar. Im Jahr 2011 gelang es zum “Tag des offenen Denkmals” nur noch unter strengsten Auflagen ins Hubertusbad zu kommen. Besucher durften lediglich das Erdgeschoss und das auch nur mit Helm und in Kleinstgruppen sowie unter Begleitung von Ordnern betreten. Im Jahr 2012 verwehrte der Liegenschaftsfonds aus baulichen und Sicherheitsgründen nunmehr zum “Tag des offenen Denkmals” jeglichen Zugang ins Bad. Birgit Monteiro: “Wenn die eine große Lösung, d.h. der Investor, der Geld, soziales Engagement und kulturelles Bewusstsein mitbringt, ausbleibt, muss man kleine Schritte machen.”

Deshalb fordert die Initiative:

  1. Eine technische Sicherung des Hubertusbades, damit es begehbar und für die öffentlichkeit zugänglich bleibt.
  2. Eine ernsthafte Kooperation des Liegenschaftsfonds mit der Bürgerinitiative.
  3. Eine Intensivierung und Neuausrichtung der Suche nach einem Investor. Wenn die Bemühungen der letzten 20 Jahre nicht erfolgreich waren, muss man sie überdenken und neue Wege gehen.

Unterstützt wurde die Initiative vom Lichtenberger Bürgermeister, Andreas Geisel, und von Torsten Jens Adrian, Justiziar des Sana-Klinikums.

 

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